Herausforderung oder Herausforderung?

“Es braucht seine Zeit, bis Du verstehst, dass es nicht darum geht, die anderen Teilnehmer zu schlagen. Es geht um den Kampf mit Deiner inneren Stimme.
Die will, dass Du aufgibst.” Die aufmerksamen Leser meines Blogs haben diesen Untertitel sicher schon gesehen. Er erscheint immer dann, wenn man die Hauptseite meines Blogs betritt.

Als ich vor drei Jahren begann, an Wettkämpfen teilzunehmen stand die Zeit immer irgendwie mittendrin. Von Natur aus will ich mich immer messen und andere “schlagen”. Das war mein Ansporn, mein Challenge. Seit Rappi und Zofingen hat sich einiges verändert in meinem Kopf. Als ich mich auf Zofingen vorbereitete, wusste ich, dass gerade Zofingen mich auch kaputt machen kann. Viele Athleten sind auf der Laufstrecke schon eingegangen oder richtig deftig eingebrochen. Darüber hinaus war auch die Distanz absolutes Neuland. Und … last but not least, nicht jeder ist Finisher in Zofingen. Dem härtesten Duathlon der Welt. Es ist und bleibt ein kleiner Anlass. Wohl deshalb hat mich der tolle Finish auf dieser Strecke vollends befriedigt. Und das ist genau das, was ich suche. Befriedigung. Zu Wissen, dass man etwas Besonderes geschafft hat. Etwas Ausserordentliches. Was “ausserordentlich” ist, definiert jeder selber für sich.

Und dann die Diskussion mit Gilbert, der einmal mehr meine Gedankenkriege auf den Punkt brachte. Welche Herausforderungen sind es, die meine Weiterentwicklung bestimmen sollen. Das Steigern der Geschwindigkeit, der Wettbewerb mit meiner Vorjahreszeit und anderen Athleten? Oder dann doch das Meistern und Finishen von grossen, verrückten Herausforderungen? So wie in Zofingen.

Träumen wir mal. Was gibts denn so an echt grossen Herausforderungen? Aufgrund meiner potentiellen Knieprobleme lassen wir die Ultraläufe – und damit eine fast unendliche Liste von races around the world – mal weg. Vorerst.

– der Ironman in Zürich
– der Ironman in Regensburg
– der Ironman in Irgendwo
– die Transalp
– der Inferno Triathlon
– die Tortour
– den Norseman Triathlon
– Cape Epic
– The Primal Quest
– Marathon Swim Rapperswil-Zürich

Viel einfacher hingegen wäre die Planung mit Fokus auf dem ersten Teil. Den schnelleren Zeiten, mehr Wettbewerb und dem Messen mit anderen. Rappi ist bereits gebucht, da es so oder so ein hervorragender Zwischenschritt aufs Saisonziel hin ist. Auch der Powerman würde mich nochmals reizen. Zeiten? In Rappi eine 5:15 und in Zofingen eine 8:30. Das wäre herausfordernd und realistisch zu gleich. Und zwischendurch die Tortour im 4er Pack mit Sportkollegen. Warum nicht? Neue Akzente legen im Training. Einige happige Geschichten einbauen, Grenzen erfahren, mit meinem inneren Schweinehund ringen.

Alternativen? Ich muss mir das noch überlegen. Das Thema Rad reizt inzwischen richtig. Vielleicht die Tortour alleine? Oder der Inferno Triathlon? Danach den Norseman auf 2012 oder 2013 legen? Da wäre der Inferno doch eine gute Vorbereitung. Mein Herz schlägt für die grosse Herausforderung, die Vorbereitung auf das Ungewisse, den Kampf mit dem Unbekannten.

Umsetzungstechnisch wäre eine Repetition von 2010 natürlich deutlich einfacher. Vielleicht tun dies deshalb so viele. Bis hin zu den Spitzenathleten.
Und dann kommt da wieder dieser Satz. Messe ich mich mit den anderen oder ganz einsam der Kampf einzig gegen meine innere Stimme?

Die guten Sachen sind zügig ausgebucht. Ich werde also Entscheidungen treffen müssen. Drei Dinge sind aber jetzt schon klar:

  1. Never give up, egal was kommt
  2. Die Ziele schrittweise anpassen, sonst geht das Pulver aus
  3. Never change a winning team, Gilbert coacht

Any ideas are welcome.

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Published by

patrickutz

don't fear your inner weak. face it.

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