Der Tag danach

Entgegen allen Erwartungen … mir geht es heute sehr gut. Ich fühle mich weder “leer” noch habe ich Muskelkater. Einzig mein Rücken schmerzt noch etwas von der Radfahrt – muss das klären. Hinzu kommt ein Sonnenbrand – Töchterchen hat mich an den Schulterblättern nicht richtig eingecremt – und mein Zeh hat sich gemeldet. That’s it.

Fazit: Entweder war der Utz gestern ein Weichei oder er hat sich gut vorbereitet. Mein Résumée ist folgendes:

1. Die Vorbereitung war top. Einzig die langen Radeinheiten draussen mit Koppelläufen fehlten. Ebenso das Training an der Wärme/Hitze.

2. Die Ernährung auf dem Rad war top. Aber auch hier war der Körper etwas wenig trainiert. Ich habe nie unter starker Belastung grössere Mengen an Gel gegessen.

3. Mein Kopf war top. Nach meinem extrem starken “out of water” spulte ich locker nach Schmerikon und dann buchstäblich den Berg hoch. Erst auf dem Lauf kamen Zweifel. Zum Ende absolut stark. Ich wäre auch noch weiter gelaufen. Echt.

4. Einen Gang zurückzunehmen war richtig. Nachdem die Läufer wie sterbende Schwäne der Uferzone entlang trotteten kamen Fragen auf. Und wenn Du die Hitze spürst, diese “klitzekleine” Vorermüdung mit Dir rumträgst, Familie hast und auch noch selbstständig bist, dann musst Du entscheiden was Du willst. Die Entscheidung war klar. Plan B = sicher ins Ziel.

All in all ein wirklich geiler Tag. Ich habe noch nie einen derart harten Wettkampf bestritten aber auch noch nie mit einem so guten Gefühl gefinisht. Ich bin der Überzeugung, dass ich jedes Race das ich in der Vergangenheit schon bestritten habe, heute schneller finishen könnte. Viele Leute die ich kenne, waren zutiefst enttäuscht, dass sie nicht in der geplanten Zeit finishen konnten oder haben es darauf angelegt und mussten aufgeben. Für mich stimmts. Und deshalb ganz spontan und gleich vorweg:

1. Ja, der Utz wird sich für Rappi 2011 anmelden und diesmal einen gehörigen Zacken zulegen. Die 5:30 fallen. Mindestens.

2. So wie es aussieht werde ich auch in Locarno starten. Die haben die Schwimmstrecke verlängert. Und nach diesem Sonntag riecht es ganz stark danach, dass ich die 3km packen will. Das ist was für Eisenmänner.

3. Wenn ich einen Partner finde, dann möchte ich noch eine Mitteldistanz in wärmeren Gegenden absolvieren. Idealerweise im Frühling. Vielleicht Abu Dhabi? Da gibts einen Age Group Preis von $ 20’000. Und der Pablo Erat hat einige geile Tricks auf Lager, wie man sich im Keller und in der Sauna auf die Hitze vorbereiten kann 😉

Wie weiter diese Saison? Wenn ich in Locarno starte, dann werde ich einen oder zwei Shorts knallen. Ich möchte endlich mal an die 1:05 rankommen. Mein Gefühl sagt mir, dass das möglich ist. Im Herbst plane ich dann noch den einen oder anderen Lauf und natürlich den Silvesterlauf. Nach den -6 Minuten im 2009 liegen auch 2010 noch einige Sekunden drin.

Finishen ist geil.

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patrickutz

don't fear your inner weak. face it.

2 thoughts on “Der Tag danach”

  1. Aaron. Echt, ich hätte nicht gedacht, dass das so einge gute Sache wird. Die eine Stunde von gestern (erste Laufrunde) schalte ich jetzt einfach weg. Und abgesehen davon ist jammern eh nicht mein Ding. Ja, gerne, Radrunde. Diese Woche ist noch Familienwoche. Werde am Sonntag vermutlich dann nach Zug gehen und einheizen. Aber lass uns das planen. Gerne. Bis bald, Patrick

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