Standortbestimmung Zürich Marathon – 17km

Gleich vorweg. Mit den 80 Minuten für die 17km hat es nicht geklappt. Aus zwei Gründen. Erstens, ich war wirklich nicht fit (Druck im Kopf seit heute früh) und zweitens, ich bin die Sache viel zu schnell angegangen. Auch ernährungstechnisch bin ich wieder um zwei, drei Erfahrungen reicher. Neu auf diesem Lauf habe ich folgende Punkte geändert:

– kein Pulsgurt
– keine Verpflegung während dem Lauf
– keine Musik

Mein Sohn übergab mir in Meilen mit einer Fabelzeit von 20:51 für die 4.5km. Super Leistung für einen 12jährigen in seinem ersten Race Run. Die letzten Meter lief er gemäss Forerunner in 3:20, was durchaus auf Reserven hinweist 😉

Dann ging ich los, gleich die Strasse runter zum See und dann geradeaus. Nach rund 1km der erste Blick auf die Uhr … die Durchschnittspace lag bei 4 Minuten. Du hast nen knall denke ich und reduziere. Nach zwei Kilometern erneut die Kontrolle, 4 Minuten 23. Immer noch viel zu schnell. Bereits jetzt meldet sich mein Körper erstmals mit Seitenstechen. Es läuft mir aber eigentlich gut. Ich kann mich an eine Gruppe ranhängen, die meine Geschwindigkeit läuft. Immer wieder treffe ich Laufkollegen (Marathondistanz) und motiviere diese. Was ein Fehler ist, denn sprechen und unkonzentriertes Laufen sind genau das, was ich eigentlich hätte vermeiden sollen. Die Antwort folgt bei Kilometer 9 auf der Höhe Zollikon. Das Seitenstechen ist so stark, dass ich gehen muss. Erneute Aufnahme der Geschwindigkeit und wieder Laufen. So geht das bis zum Zürich-Horn und dann läuft es wieder. Ich kann meine Pace laufen (4:40) und fühle mich gut dabei. Jetzt drehe ich nochmals auf und laufe die letzten 4 Kilomter mit 4:40. Erstmals konzentriere ich mich nur auf das was unmittelbar vor mir liegt (Tunnelblick) und merke, dass mir das enorm viel bringt.

Auf den letzten Kilometern spüre ich nun aber, dass mein Tank leer ist. Ich wünschte mir eigentlich eine Cola. Muskulär fühle ich mich fit. Ich laufe locker, pralle nicht hart auf. Aber ich fühle eine Leere. Ich bin ausgebrannt. Vermutlich hätte ein WINFORCE Ultra Energy Complex unterwegs echt geholfen. Mit genau 1:22 laufe ich ein. Die Pace liegt bei 4:52min/km. Im Vergleich zu Luzern war ich heute deutlich schneller unterwegs und da liegt in Anbetracht der Umstände und der Fehler noch einiges drin. Abgesehen davon war ich in Luzern auf dem Peak. Und den habe ich rund 8 Wochen vor meinem Trainingsziel sicher noch nicht erreicht.

Ich habe richtig hart gefinisht, bin müde und zufrieden. Die erste Standortbestimmung stimmt und passt.
Schauen wir mal, wie das am 1. Mai am Sihltalerlauf aussieht. Da bin ich letztes Jahr richtig eingebrochen.

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patrickutz

don't fear your inner weak. face it.

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