RAD: Analyse zu Training und Umsetzung

Schwimmen ist einfacher als Radfahren. Denn mit Technik – und das kannst Du lernen – kommst Du im Wasser ganz schön zügig vorwärts. Auf der Radstrecke vom Sonntag hingegen waren nebst Technik vor allem auch Kraft und Ausdauer gefragt. Als Rookie beides nicht meine Paradedisziplinen. Mir hat mal einer gesagt, die Grundlagen seien wie das Fundament eines Hauses. Und das brauche Zeit, diese solide aufzubauen … zurück zum 70.3 und meinen Vorbereitungen.

Aufgrund meiner beruflichen Belastung und dem Fakt, dass ich Radeinheiten eigentlich nur spät abends bzw. am Wochenende absolvieren konnte musste ein smartes Programm her. Und ja, ich habe mehrheitlich auf der Rolle gearbeitet. Krafteinheiten, Technik, Ausdauer. Im Schnitt waren es pro Woche sicherlich 4 bis 5 Stunden. Die längsten Einheiten (Ausdauer) waren die am Sonntagmorgen und variierten zwischen 90 und 150 Minuten. Die Strecke in Rappi konnte ich gerade einmal am Pfingstmontag abfahren. Und total waren es 3 weitere Ausfahrten um den Zürichsee.

Meine Leistung in Rappi kann man jetzt aus zwei Blickrichtungen betrachten. Einerseits war die Leistung mit genau 3 Stunden nicht wirklich toll. Andererseits konnte ich die Strecke trotz grosser Hitze erstaunlich gut absolvieren. Ich fühlte mich gut. Meine erste Runde fuhr ich in 1:26 und die zweite deutlich defensiver in rund 1:33. Was mir am meisten Mühe bereitete waren extrem starke Rückenschmerzen. Den Grund kenne ich bis heute nicht.

Wenn wir hier nicht von Erfolgsfaktoren spreche sondern von den Elementen die dazu beigetragen haben, dass ich verhältnismässig wenig gelitten habe auf der Radstrecke .. dann sind das:

1. Harte Kraftübungen auf der Rolle, die sich einmal wöchentlich von 12×1 bis auf 30×1 mit sehr tiefer Kadenz und gut 250 Watt steigerten.

2. Der runde Tritt. Fabian hat mir das im Spinnintrainings ins Hirn eingehämmert. Gerade an den Steigungen habe ich davon profitiert. Aufrechte Position, Hinterteil nach hinten geschoben und Hände locker auf den Lenker gelegt. Durchziehen und nochmals ziehen.

3. Das Material. Eigentlich peinlich für einen mit meinen Radzeiten. Zeitfahrrad, Carbonräder mit Tufo Collé, angepasste Sitzposition und eine spezielle Kassette (28/10er). Oft habe ich Fahrer die mich in den längeren Steigungen aber auch in den Wellen zwischen Schmerikon und Rapperswil aufgeholt hatten in den anschliessenden Abfahrten und Senkungen wieder eingeholt bzw. aufgerollt. Aber bei weitem nicht alle 😉

4. Ich habe getrunken wie ein Seebär. Winforce Carbo Plus mit etwas zusätzlichem Salz. Und jeweils pro Stunde zwei Gels.

Was hat sich bei mir verändert?

Wie gesagt, eigentlich lief alles viel lockerer, flüssiger und leichter ab. Man kann jetzt sagen, ja der Utz hat da noch gehörige Reserven die er am Sonntag nicht geopfert hat. Das kann sein. Aber ich denke, dass ich wirklich “sehr weit herkomme” und heute beispielsweise den Heart Break Hill ganz anders hochfahren könnte als die letzten zwei Jahre. In etwa ist diese Steigung ja mit dem Witches Hill vergleichbar.

Vielmehr stellt sich mir beim Radfahren jetzt aber die Frage, was muss ich tun. Da ist noch soviel Potential … Die Antwort habe ich heute in der Diskussion mit meinem Coach gefunden. Das Radtraining ist so wichtig für mich, dass ich es ins Zentrum meiner Trainingsaktivitäten stellen muss. Auch wenn ich lieber Laufen würde.

Diese Überlegung hat nun dazu geführt, dass ich den Powerman in Zofingen auf meine Agenda genommen habe. Dann hätte ich nämlich gleich drei Dinge auf einen Schlag:
– Fokus Rad
– eine Belastung die noch länger ist als Zofingen
– einen neuen Challenge auf den ich hinarbeiten könnte

Zwei fragen bleiben: 1. too much? und 2. macht das mein Knie mit?
Aber dazu gibts hier später mehr zu erzählen. Zuerst muss ich das mit dem Coach ausdiskutieren.

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patrickutz

don't fear your inner weak. face it.

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